Nach einer fast 11-stündigen Fahrt und dem Doppeldeckerbus voller McDonald`s Tüten, kamen wir gegen 18 Uhr am Aktiv Hotel im Ötztal an und wurden voller Begeisterung und Euphorie von der lieben Julia empfangen. Nach dem ausgewogenen Abendessen machten wir uns in den noch frisch duftenden Skikeller, um die am engsten sitzenden Skischuhe ausfindig zu machen. Nach einer Besprechung über den kommenden Tag, hieß es für alle: Ab ins Bett.

Am nächsten Tag ging es, mehr oder weniger ausgeschlafen, mit einem Bus, voll besetzt mit unserer Gruppe, ins Skigebiet Hochoetz. Nach einer entspannten Gondelfahrt, einer kurzen Gruppeneinweisung und anstrengenden Aufwärmung ging es los: Endlich Skifahren!

Dieses gestaltete sich zwischen den einzelnen vier Gruppen recht unterschiedlich. Vom mühsamen Erklimmen des Berges, über Tellerlift fahren, bis zum Entspannen im Sessellift war alles dabei. Nach einer kleinen Mittagspause mit unseren nahrhaften Lunchpaketen, bestehend aus Brötchen, Apfel oder Banane und einem Proteinriegel, auch Knoppers genannt, fiel uns das Fahren schon deutlich leichter. Ohne Verletzungen, bis auf rote Schienbeine und einen blauen Zehnagel, kamen wir im Hotel an. Sofort entbrannte in vielen Zimmern die Schlacht um die warme Dusche vor dem Abendessen, welches jeden Tag eine kulinarische Reise darstellte.

Der anschließende Teil des Abends gestaltete sich unterschiedlich: Manche von uns bewiesen im Freizeitraum ihr Tischtenniskönnen, andere bereiteten sich in ihren Zimmern auf die abendliche Skitagauswertung vor. Diese bestand aus der Siegerehrung der besten und tollpatschigsten sowie der lädiertesten Skifahrer*innen. Auch die Gruppe, welche die alltäglichen Tagesmottos am kreativsten umgesetzt hat, bekam eine Siegerente. Abschließend wurde bei Musik und guter Laune ein Tischtennisturnier ausgefochten.

In den darauffolgenden Tagen sind die Gruppen immer enger zusammengewachsen. Wir haben viele Fortschritte in puncto Skifahren gemacht und die Stimmung war durch unterhaltsame Mottos und Spieleabende sehr ausgelassen und fröhlich.

Doch (schein-)positive Tests und mehrere Unfälle, die dank dem Skigott kein allzu schlimmes Ende genommen haben, trübten unsere gute Laune.

Trotzdem konnten wir die Tage und das Wetter, welches bei einigen von uns sonnige Spuren hinterlassen hat, genießen. Am letzten Skitag, nach einer nervenaufreibenden und knallharten Prüfung, fanden sich alle Gruppen im Skigebiet Kühtai ein, welches in den vorherigen Tagen schon von der Fortgeschrittenengruppe unsicher gemacht wurde, und fuhren gemeinsam, egal bei welchem Level sie am Sonntag angefangen hatten, eine vorletzte Abfahrt.

Der letzte Abend wurde durch Burger, Pommes und ein letztes Ansehen der Tagesmotto-Videos, abgerundet. Nach einem abschließenden Besuch im liebgewonnenen und duftenden Skikeller, erwartete uns das absolute Highlight der Woche: Die Skitaufe bei Kerzenschein durch den Skigott Uller, seine Frau und Jünger, die uns großzügigerweise beehrten.

Alle fielen, natürlich nachdem die Koffer gepackt wurden, glücklich und erschöpft von der anstrengenden Woche, ein letztes Mal in die knarrenden Betten.

Der nächste Morgen begann früh und mit einem Schock: ein positiver PCR-Test bei der mitreisenden Gruppe. Dieser Vorfall behinderte unsere Rückreise jedoch nicht und wir saßen fast alle pünktlich um 7:45 Uhr im Reisebus. Neben einem kurzen Besuch von einem Rettungswagen und ein Zusammentreffen mit dem von einem Leihwagen transportierten Isolierten, verlief die Busfahrt schweigsam…. Bis die andere Gruppe in Laucha ausstieg. Dann ging bei uns die langersehnte Après-Ski Party los. Wir sangen uns, natürlich ohne Alkohol im Blut und zur Freude unserer Lehrer zum Abschluss die Seele aus dem Leib. Nach einer langen Rückfahrt kamen wir endlich um 19:30 Uhr in Quedlinburg an. Dort fielen wir unseren Eltern um den Hals und zogen von dannen mit wunderbaren Erinnerungen an unsere Zeit im Skilager 2022.

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