Seit 2012 mit Zertifikat

"Kompetenzorientierter Online-Kurs"

Religion in Englisch

 

Ideenwerkstatt KALSA Herbst 2010

Im Herbst 2010 starteten zwei Kolleginnen des GutsMuths-Gymnasiums gemeinsam mit ca. 80 weiteren Lehrerinnen und Lehrern aus 37 Schulen Sachsen-Anhalts in den Modellversuch KALSA (Kompetenzorientiertes Arbeiten mit Lernplattformen in Sachsen-Anhalt) und erprobten die Möglichkeiten der Online-Plattform „Moodle“ für kooperative und selbstbestimmte Lernprozesse in der Schule.

Entwicklung und Erprobung von Beispielkursen Frühjahr 2011

Im GutsMuths-Gymnasium entstand ein fächerübergreifender Onlinekurs, der den Unterricht „Religion in Englisch“ an einen neuen Lernort verlegte: in einen passwortgeschützten virtuellen Raum. Am 5. Mai 2011 wurde der Kurs in einer 7. Klasse des GutsMuths-Gymnasiums getestet (siehe unten).

Zertifizierung Frühjahr 2012

Anschließend wurden alle im Rahmen des KALSA-Modellversuchs erstellten Online-Kurse von einem Expertenteam nach Qualitätskriterien für moderierte Online-Kurse überprüft. Es ging darum, die Schülerinnen und Schüler differenziert in ihren individuellen Lernprozessen zu unterstützen und gleichzeitig die kommunikativen Möglichkeiten der Online-Arbeitsformen für kooperatives Lernen zu nutzen.

Veröffentlichung Herbst 2012

Fünf Beispielkurse wurden vom Bildungsserver Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Hier findet sich auch der Kurs aus der Ideenwerkstatt des GutsMuths-Gymnasiums: Eng/Rel Gym 7: Learning reconciliation (Versöhnung lernen).

 

 

 

5. Mai 2011

Mit vernetzten Computern Versöhnung lernen – eLearning am GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg

 

Normalerweise stehen für die Klasse 7/4 donnerstags Mathe, Chemie, Physik, Musik und Ethik bzw. Religion auf dem Stundenplan. Dieser Donnerstag ist anders. Heute erwartet sie ein Projekttag am Computer. Dabei geht es nicht um Informatik. Nein, die Siebentklässler betreten heute ein virtuelles Klassenzimmer mit Lernangeboten in Englisch und Religion.

StartbildschirmDas Projekt ist Teil des Modellversuchs „Kompetenzorientiertes Arbeiten mit Lernplattformen in Sachsen-Anhalt“ (KALSA). Unter der Leitung des Projektkoordinators Henry Patz haben sich Ruth Ziemer (Schulpfarrerin) und Birgit Rieke (Englischlehrerin) in die unterrichtlichen Möglichkeiten der Online-Lernplattform „Moodle“ eingearbeitet und einen Kurs für Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse entwickelt.

Nun ist es so weit. Endlich können sich die Schülerinnen und Schüler auf der Internetplattform anmelden und die neue Unterrichtsform testen. Als Bild auf der Startseite erkennen sie ihren Schulhof, versuchen Mitschülerinnen und Mitschüler zu identifizieren und sind sofort mittendrin. Ein Klick – und sie hören aus den Köpfhörern ihrer Headsets die englische Stimme eines Mitschülers und einer Mitschülerin, die ein kleines Hörspiel zum Einstieg vorbereitet haben. Ein Online-Werkzeug der Lernplattform erlaubt es den Schülerinnen und Schülern anschließend, die eigene Stimme aufzunehmen und sich selbst Englisch sprechen zu hören. Während die Einen noch Texte einsprechen, sind die Anderen schon dabei, das Gehörte und Gesprochene zu reflektieren und zu beurteilen. Die Gymnasiasten nutzen für ihre persönlichen Aufzeichnungen ein Online-Notizbuch. Anschließend besuchen sie das Forum im virtuellen Klassenzimmer um miteinander zu diskutieren.

Nach der doppelten Herausforderung, die neuen virtuellen Lernwege in einer Fremdsprache zu beschreiten, beschreiben die Schülerinnen und Schüler nun auf Deutsch, was sie in Englisch und Ethik/Religion dazugelernt haben. Die Brücke zwischen diesen Fächern ist damit begehbar. Sie lädt ein zu einer Entdeckungsreise der Kathedrale von Coventry in Nordengland. Ein Link zur „Cathedral tour“ bringt die Online-Reisenden an den neuen Lernort. Dort nehmen sie wahr, wie aus den Ruinen der zerstörten Kathedrale eine Versöhnungsbewegung wächst. Zur Orientierung in der englischen (!) Welt der theologischen Fachbegriffe schreiben die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Englischwörterbuch religiöser Begriffe. Sie präsentieren ausgewählte Gegenstände und formulieren auf Deutsch ihre Endeckungen und offenen Fragen. Dieses kreative Potential fließt am Schluss in eigene englischsprachige Versöhnungsschichten, die online präsentiert werden.

Die moderne Form des Mitmach-Web (Stichwort Web 2.0) verbindet sich für die Schülerinnen und Schüler nach diesem Projekttag nicht nur mit SchülerVZ oder Facebook, sondern steht auch für Online-Lernen in der Schule.